News

<
391 / 410
>
21.02.2006

Das Zahntechniker-Handwerk verzeichnet 2005 einen Umsatzeinbruch von 29,4 Prozent

Die Zahl arbeitsloser Zahntechniker und Zahntechnik-Helfer erhöhte sich sogar um 37,3 Prozent

Nach Einführung des Festzuschuss-Systems für Zahnersatz war das Jahr 2005 aus wirtschaftlicher Sicht das schlechteste Jahr im Zahntechniker-Handwerk seit dem ersten Reformexperiment mit Festzuschüssen 1998.


 
Dies bestätigen auch die aktuellen Zahlen der Konjunkturumfrage des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) für das IV. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres.

Nachdem die zahntechnischen Betriebe in den ersten neun Monaten 2005 bereits einen deutlichen Umsatzeinbruch von 29,6 Prozent verzeichneten, ergibt die aktuelle Umfrage des VDZI für das Gesamtjahr 2005 nun ein Umsatzminus von 29,4 Prozent. Selbst das saisonal stärkste IV. Quartal lag damit noch mit 28,4 Prozent unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Durch die systembedingten Umsatzeinbrüche geht den Betrieben mehr und mehr der finanzielle Atem aus. Aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage mussten 36, 3 Prozent aller zahntechnischen Meisterbetriebe auch in den Monaten Oktober bis Dezember Entlassungen vornehmen. Im Dezember stieg die Arbeitslosenzahl daher nochmals um zwei Prozent zum Vormonat auf 7.570 Zahntechniker und Zahntechnik-Helfer an. Im Vergleich zum Jahr 2004 erhöhte sich die Zahl arbeitsloser Zahntechniker und Zahntechnik-Helfer seit Januar 2005 damit um 37,3 Prozent. Ein Ende dieser Negativentwicklung ist immer noch nicht in Sicht.

„Die aktuelle Konjunkturumfrage des VDZI belegt, dass das Zahntechniker-Handwerk weiter die unflexible Haltung der Selbstverwaltung mit hohen Arbeitslosenzahlen und Existenzrisiken der Unternehmer bezahlt. Zahnärzte und Zahntechnikermeister müssen sich angesichts dieser Selbstblockade vom starren Blick auf die Zuschüsse lösen und den Patienten überzeugend und mit höherem Einsatz als bisher die Wertigkeit moderner Zahnersatzversorgung gemeinsam vermitteln“, so der Generalsekretär des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen, Walter Winkler, mit Blick auf die Jahresabschlusszahlen.

(VDZI - Pressemeldung Nr. 1/2006 vom 01.02.2006)





ZURÜCK