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Das Workshop-Konzept, das auf gemeinsamen Austausch statt auf PowerPoint-Präsentationen setzt, hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Die Teilnehmer schätzten die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen und Fragen direkt an die Experten zu richten. Die Diskussionen konzentrierten sich auf fünf Schlüsselthemen: das Warum, den Status Quo, die Suche, den Vertrag und den Übergang. Jedes Thema wurde entsprechend der Gesprächsentwicklung und den Wünschen der Teilnehmer behandelt.
Für uns als außenstehende Berater war es eine bemerkenswerte Beobachtung, dass selbst die Kinder von Zahnärzten, die selbst in der Zahnmedizin tätig sind, oft zögern, die Praxis ihrer Eltern zu übernehmen. Dies könnte auf die zunehmende Verantwortung zurückzuführen sein, die mit der Führung einer Praxis verbunden ist. Darüber hinaus kann die Angst vor dem Scheitern oder die Unsicherheit, den hohen Erwartungen gerecht zu werden, abschreckend wirken. Es ist wichtig, dass diese jungen Zahnärzte ermutigt und unterstützt werden, um ihnen das Vertrauen zu geben, das sie für die Übernahme einer Praxis benötigen. Letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung, die auf individuellen Zielen und Ambitionen basiert. Dennoch, selbst in Zeiten, in denen die eigene Work-Life-Balance eine wichtigere Rolle spielt, als noch bei der Generation der abgebenden Praxisinhaber, halten wir als Berater die Möglichkeiten seine eigene Lebensplanung in eigener Praxis selbstbestimmt umzusetzen, für besser, als in einer fremden Praxis als Angestellte zu arbeiten. Dort hat sich jeder Angestellte den Interessen der Praxisinhaber zu fügen, ohne in der Regel selbst Einfluss auf das eigene Arbeitsumfeld nehmen zu können.
Die Entscheidung zur Praxisaufgabe ist mehr als nur das Schließen der Praxis. Sie bringt eine Reihe von Verpflichtungen mit sich, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Dazu gehört der Rückbau der Praxisräumlichkeiten, der in Übereinstimmung mit den Mietverträgen und den örtlichen Vorschriften durchgeführt werden muss. Die Kündigung des Personals muss rechtzeitig und gemäß den Arbeitsverträgen erfolgen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Die Aufbewahrung der medizinischen Informationen der Patienten ist eine weitere Verpflichtung, die den Datenschutzgesetzen und anderen Vorgaben entsprechen muss, um die medizinische Versorgung der ehemaligen Patienten zu sichern. Diese Aufgaben können entfallen, wenn die Praxis zu einem geringeren Preis verkauft wird, als ursprünglich erwartet. Aber die Entscheidung sollte nicht nur auf der Grundlage des Verkaufspreises getroffen werden. Es ist wichtig, alle Aspekte zu berücksichtigen und eine Entscheidung zu treffen, die den besten Interessen des Praxisinhabers und der Patienten entspricht. Wir, als Berater empfehlen, dass diese Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden sollte, sondern mit der notwendigen persönlichen Distanz der Verkauf - auch zu einem geringeren Preis - als Option immer vorhanden sein sollte.
Zusätzlich zu den Diskussionen bot das Workshop-Konzept auch Raum für Networking und den Austausch von Best Practices. Die Teilnehmer konnten wertvolle Kontakte knüpfen und voneinander lernen. Dieser Aspekt des Workshops wurde besonders geschätzt und wird in zukünftigen Veranstaltungen weiter ausgebaut.